Rückblick und Ausblick 2015

Beim Regionaltreffen am 22. November in Potsdam blickten die Berlin-Brandenburger Distanzreiter auf eine erlebnisreiche Saison mit zwölf Ritten im eigenen Bundesland zurück. Gelobt wurde vor allem die Qualität der Veranstaltungen, die sich durchweg durch gute Organisation und Betreuung der Teilnehmer auszeichneten. Ein ganz besonderes Lob erhielten Janike Linder, die zum zweiten Mal die Distanz durchs Ruppiner Land ausgelobt hatte – ein rundum runder Ritt, bei dem alles stimmte – und das Ehepaar Kottwitz, das auf seinem Kabardinerhof in Kreuzbruch eine würdige Landesmeisterschaft veranstaltet hatte. Hier konnte Andrea Herlt mit CD Zenith ihren Vorjahrestitel verteidigen, musste sich allerdings das Podest mit Jana Weingart und Lisea teilen. Der Jugendmeister-Titel ging an die einzige Ankommerin Cornelia Richter mit Frodi. Als weiteres Veranstaltungs-Highlight hatte Judith Schillmann die Fahrer-DM ins Brandenburgische Ützdorf geholt, die in dem 76jährigen Dieter Hannes einen bejubelten Titelgewinner fand.

Im großen Sport allerdings hatten die Brandenburger eher Pech und sahen manchen Traum platzen. Katharina Albrecht, die in Richtung Jugend-Europameisterschaft steuern wollte, fielen sowohl das eigene als auch ein zur Verfügung gestelltes Pferd aus. Roland Kälberlachs Evita lahmte, als er sie zur Deutschen Meisterschaft aufladen wollte. Maike Grell zog ihren Catch me if you can von der Weltmeisterschaft der Jungen Pferde zurück. Und Jenny Stemmler musste in der Normandie das Distanz-Desaster der WEG miterleben. – Dennoch war es eine großartige Leistung, dass sie mit Radja d’Aurabelle den Sichtungsweg schaffte und in den deutschen Championatskader aufgenommen wurde. Das war seit Sieglinde Dick keinem Brandenburger Reiter mehr gelungen.

Gut lief es hingegen bei Michaela Wilczek. Ihr elfjähriger Warmblutwallach C’est la Vie wurde in diesem Jahr vom Pferdezuchtverband als erstes Deutsches Sportpferd im Distanzsport überhaupt mit dem Präfix „DSP“ ausgezeichnet. In der Landeswertung war er auch das Pferd mit der größten Jahresgesamtleistung, was ebenso für seine Reiterin gilt. Damit sicherten sich die beiden ebenfalls den Landespokal Berlin-Brandenburg 2014. Und dass sie nicht nur Kilometer sammeln, sondern sich auch im Leistungssport bewähren können, bewiesen die beiden beim ersten internationalen Start (CEI1*)über 90 km in Noerten-Hardenberg. Carla Lakenbrink, über viele Jahre nun schon erfolgreich mit dem kleinen Jasper unterwegs, sicherte sich mit 20 Jahren noch einmal den Jugendpokal.

Die Auswertung des Ostdeutschen Championates lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor und wird in der nächsten Ausgabe erscheinen.

In der kommenden Saison, die bereits am 21. Februar in Ützdorf starten soll, sind in der Region 13 Ritte geplant, darunter im August eine Neuauflage der Veranstaltung in Neustadt (Dosse) mit einem CEI1*. Als Austragungsort der Landesmeisterschaft im Juli ist erneut der Kabardinerhof Kreuzbruch vorgesehen.

Miriam Lewin