Drei Veranstaltungen zum Auftakt

Die Berlin-Brandenburger Distanzsaison 2015 konnte bis Mitte April bereits drei erfolgreiche Veranstaltungen verzeichnen. Den zeitigen Auftakt hatte es in Uetzdorf bei Wandlitz am 21. und 22. Februar mit einem Mehrtagesritt über 124 km und einem KDR über 41 km gegeben. Allerdings bestand beim MTR die Möglichkeit des vorzeitigen Beendens, und so legten nur zwei Teilnehmerinnen die gesamte Streckenlänge zurück. Der Sieg ging an Maike Grell (Berlin) mit Catch me if you can. Den beiden sollte der Ritt als Aufwärmung für die Saison dienen. Leider rutschte der Wallach wenige Tage später beim Schrittreiten unglücklich aus und stürzte, wobei sich seine Reiterin das Bein brach, sodass man das Paar wohl erst zur Mitte der Saison hin wiedersehen wird. Platz zwei ging an die Leipzigerin Maren Jackmann mit Hope of Nessaya. Mit einer reinen Reitzeit von 10:04:00 h bzw. 10:40:00 h hatten es beide Starterinnen der Jahreszeit angemessen ruhig angehen lassen. Im KDR, der nach Leistungsklassen gewertet wurde, landeten einzig und allein die beiden Anhaltinerinnen Constanze und Alexandra Lege mit Karino und Baldo in LK 1.

Sturm und Regen mussten die Teilnehmer des 5. Distanzrittes durch die Stechliner Forst am 21. März in Dollgow trotzen. Allerdings bot die bestens ausgestattete Reitanlage allen Anwesenden die Möglichkeit, sich nach dem Wettbewerb im gut geheizten Reiterstübchen aufzuwärmen und gar mit Spanferkel zu stärken! Im MDR über 65 km hatten in flotten 03:57:00 h (16,5 km/h) Mutter und Tochter Alexandra und Maria Hanssen (Berlin) auf ihren beiden Partbred-Araberstuten Haara und Habibti die Nasen vorn. Josefin Schuster auf Fatima und Rilana Sansour auf Gretna Green ritten gemeinsam drei Minuten später auf Platz 3. Den Sieg im KDR über 45 km sicherte sich Uwe Schiller mit dem Englischen Vollblüter Sharivar in 03:19:00 h (13,5 km/h) drei Minuten vor Michaela Wilczek mit ihrem DSP C‘est la vie. Maria Lippert und Al Mashar Al Azim benötigten weitere vier Minuten und belegten damit Platz 3. Zehn Reiter starteten im Einführungsritt und beendeten ihn ausnahmslos in der Wertung. Trotz schwieriger Witterungsverhältnisse wurde die Veranstaltung von allen Teilnehmern mit großem Lob bedacht.

Geradezu aus allen Nähten platzte das Starterfeld beim ER in Märkisch Buchholz am 12. April. Bei nahezu sommerlichen Temperaturen nahmen ganze 39 Pferd-Reiter-Paare die 28 km unter die Hufe, und auch hier gab es keinen einzigen Ausfall! Das ist beachtlich, denn die plötzliche Hitze machte den zum Teil noch im Winterfell steckenden vierbeinigen Athleten teilweise doch zu schaffen. Erwartungsgemäß ließ Veit Koppe aus dem sächsischen Grumbach mit seinem für große Aufgaben vorgesehenen achtjährigen Vollblutaraber Priz nichts anbrennen und absolvierte die Strecke in 03:04:00 h in fast 16 km/h als unangefochtener Sieger. Platz zwei ging an Rilana Sansour mit dem Traber Carinjo und an Manuela Krohn mit Trabermix Heartbreaker. Fest in sächsischer Hand war auch der MDR, was die strahlende Siegerin Friederike Schwarz aus Borlas unterstrich, indem sie beim Zieleinlauf die sächsische Fahne schwenkte. 04:36:00 h hatte ihre Warmblutstute Mona Lisa für die 70 km benötigt (15,2 km/h). Ebenfalls aus Sachsen kam der Zweitplatzierte Rico Müller mit seinem Araber-Welsh-Mix Mr. Seven, der eine ganze Stunde länger unterwegs gewesen war als die Siegerin. Weitere drei Minuten nach ihm ritt Maria Lippert ihren Vollblutaraber Al Mashar Al Azim auf Platz 3. Großer Respekt sei auch dem kleinen Pony Anton (114 cm Stockmaß) gezollt, das als einziger Teilnehmer der mittleren Distanzfahrt, seinen Sulky mit Michaela Rüthnick an den Leinen in 06:28:00 h über die 70 km in die Wertung zog und sich damit Platz 1 sicherte. Wetter und Ambiente der Veranstaltung hätten nicht besser sein könne, sodass man auch hier unter den 53 Startern fast ausnahmslos zufriedene Gesichter sah.

Miriam Lewin