Schönwalde (Glien) 25. Februar 2018

Mut zur Strecke …

… nennt die Regionaltrainerin Distanzreiten Michaela Wilczek ihre neu ins Leben gerufene Veranstaltungsserie, die sich sowohl an Distanz-Einsteiger als auch an gestandene Sportler wendet. Ganz behutsam starteten Neulinge und „Wiederholungstäter“ am letzten Februar-Wochenende mit 40, 25 oder 15 (WBO)-Kilometern in die Saison. Um auch Anfänger und Quereinsteiger abzuholen, fanden die auf der Reitanlage TI Sportpferde von Tahani Ibrahim in Schönwalde ausgetragenen Wettbewerbe in Verbindung mit einer Seminarveranstaltung rund um den Distanzsport statt. Ziel der Veranstalter ist es, den Distanzsport im gesamten Reiterlager als Spaß für jedermann und Ausgleich für jedes Sportpferd zu etablieren. Mit ihrem vielseitig ausgebildeten Warmblüter DSP C’est la Vie, den sie diesmal Anna Tiede zur Verfügung gestellt hatte, geht die Regionaltrainerin seit jeher mit gutem Beispiel voran. Anlagenbetreiberin Tahani Ibrahim und Stallgenossin Patricia Ziegert zogen nach und nahmen mit den Dressurhengsten Stardust und Sambas Dark erfolgreich 25 Kilometer in Angriff. Es gilt, das alte Motto des Distanzsports „Alle Reiter, alle Rassen“ wieder zu etablieren und die Disziplin aus der Schmuddelecke herauszuholen, in die sie dank der pferdeverachtenden Praktiken einiger Wüstenstaaten gern von stigmatisierenden Medien gestellt wird. Mit einem Sanddünenrennen hatte der Winterritt in Schönwalde bei frostigen Minusgrade und hart gefrorenen Böden ungefähr so viel zu tun wie eine Polarexpedition mit der Ralley Dakar. Mut zur Strecke brauchte es dennoch in der Tat, denn man reite erst einmal auch nur 15 km im Schritt und Schaukeltrab bei klirrenden -10° C! Umso bewundernswerter alle, die diese Herausforderung meisterten! Auf gut 10 km/h und damit LK 2 brachte es das Führungstrio über 40 km, bestehend aus Julia Naumann mit dem Araber GB Aslan Jamil, Bertholt Flick mit der Oldenburger Stute Quiara und Judieth Schillmann mit dem 22jährigen Super-Norweger Holger Loki.

Während man in Glien der zweiten Veranstaltung am 21. Juli, dann allerdings als Landesmeisterschaft über 120 km und 90 km (Junioren) entgegenblickt, zog es das Gros der mutigen Brandenburger Distanzreiter Anfang März tatsächlich in die Sanddünen – zum ersten „Reiten und Meer“ auf dem Darß.

Miriam Lewin

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