Distanzsport im Mai – Schildau in Sachsen, Stuck in MVP & Düben in Sachsen-Anhalt

Ausflüge ins Umland

Da auch im Mai keine Distanzsportveranstaltung in Brandenburg ausgeschrieben war, zog es die einheimischen Distanzsportler wieder in die benachbarten Bundesländer – nach Schildau in Sachsen, nach Stuck in Mecklenburg-Vorpommern und nach Düben in Sachsen-Anhalt. Die Stuck-Distanz, einer der bestbesuchten und lang etablierten Ritte in Norddeutschland, stets liebevoll und perfekt organisiert durch Familie Angelbeck, erlebte das schwärzeste Wochenende seiner Geschichte, als ein Pferd am Abend nach dem Wettbewerb auf der Paddockwiese ausbrach und eine Massenpanik auslöste – für ein anderes Pferd mit fataler Folge, weitere wurden verletzt, Autos und Hänger demoliert. Dennoch hatten Pferde und Reiter – darunter auch etliche Starter aus Berlin-Brandenburg – am Vortag Höchstleistungen vollbracht, deren Ergebnislisten uns jedoch aus nachvollziehbaren Gründen noch nicht vorlagen. Mindestens genauso wichtig wie die Resultate sind jedoch die Reflexionen der Teilnehmer und Betroffenen, die alle von großer Solidarität unter Reitern, Tierärzten und Veranstaltern bei der Bewältigung der Extremsituation zeugten.

Im sächsischen Schilda hatte ein Wochenende zuvor die inzwischen sehr beliebte Schildbürger-Distanz stattgefunden, wobei die Sachsen ihren Heimvorteil ausspielten und die wichtigste Prüfung nach Hause holten: Elaine Kühlmann und Friedrike Schwarz sicherten sich den Sieg im LDR über 95 km (13,7 km/h). Immerhin sah man hier die 14jähige Brandenburger Jugend-Vizemeisterin Maria Hanssen aus Berlin mit Habibti in 11,26 km/h auf Platz drei. Den MDR über 80 km nutzen unsere Landestrainerin Michaela Wilczek und Clara Haug (MVP) erfolgreich zur CEI-Qualifikation ihrer Nachwuchspferde Carhim des Aubergines und Gold Boy. Sie kamen gemeinsam nach 06:50:00 h ins Ziel. Über 69 km gab es einen dritten Platz für Mara Schima (Schönwalde) mit Princess Safiza hinter Markus Jäschke aus Sachsen und der Thüringerin Agnes Thieme. Bei der mittleren Fahrt imponierten einmal wieder Michaela Rüthnicks Ponys Anton und Stourton Henry im Zweispänner auf Platz eins.

Auch zwei Wochen später in Düben trabte das unverwüstliche Gespann aus Nuthetal auf Platz drei, diesmal über 75 km. Diese interessant besetzte Fahrprüfung wurde von dem hessischen Championats-Fahrer Manfred Wanitschka mit seiner 7jährigen Traberstute Astoria in 04:56:00 h gewonnen – vor dem bemerkenswerten Maikäferl, einer gerade einmal 107 cm messenden Shetlandpony-Stute, deren äußere Maße über die innere Größe hinwegtäuschen. An den Leinen von Annette-Marie Schmidt (Bad Harzburg) brauchte der elegante Mini-Rappe gerade einmal 48 min länger als die 1,59 cm große Konkurrenz! Über 50 km steuerte Alexandra Simchen aus Doberlug-Kirchhain die (noch 7 cm kleinere) Unessa in einer Fahrzeit von 04:51:00 h über die Strecke. Nur 02:56:00 h benötigte die schnellste Reiterin für diese Distanz: Gabi Vogel aus Thüringen mit dem Vollblüter Sir Sharpo. Auf Platz zwei galoppierte Gerun Golde mit Mandy xx vor Sven Lüdecke mit Eros x.

Sowohl in Schilda (55 km in 03:12:00 h) als auch in Düben (75 km in 04:22:00 h) siegreich war Veit Koppe aus Sachsen mit einem seiner CEI-Pferde, dem selbst gezogenen Trakehner Filou Rouge. In Schilda saß ihm dabei wiederum Gerun Golde mit Mandy im Nacken, in Düben teilte er sich den Sieg mit Kerstin Michelmann (Barby) und Farha. Karina Starost aus Lehnin belegte mit Daytona in dieser Prüfung Platz drei vor der Berlin-Brandenburger Landesmeisterin Rilana Sansour mit Kazaam.

Gut angenommen wurde die Kombination aus Leistungsprüfung und Lehrgangsangebot mit Distanztierarzt Martin Grell am Vorabend des Rittes in Schilda – eine ausbaufähige Möglichkeit, gerade auch unerfahrenen Reiter Wettkampfsicherheit zu vermitteln.

Miriam Lewin

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