Düben am 4. August

Landesmeisterschaften der Reiter und Fahrer in Sachsen-Anhalt

Distanzsportler sind dünn gesät in Sachsen-Anhalt. Daher wäre es im Grunde ausreichend, einen als Landesmeisterschaft ausgeschriebenen Wettbewerb in der Wertung zu beenden, um als einziger Teilnehmer aus eben diesem Bundeland auch den Titel zu kassieren. So leicht machten es sich aber die beiden Landesmeister 2018 Kerstin Michelmann bei den Reitern und Siegfried Lembke bei den Fahrern nicht. Denn beide gewannen auch die als LDR bzw. LDF über 86 km ausgeschriebenen Prüfungen im Rahmen des Dübener Ranchrittes am 4. August. Die reine Reitzeit von Kerstin Michelmann und ihrer Partbred-Araberstute Farha 2 betrug 05:59:00 h (14,4 km/h). Siegfried Lembke war im Sulky seines Trabers Madello sogar noch zwei Minuten schneller und fuhr die Strecke in 05:57:00 h (14,45 km/h). Hinzu kamen erschwerte Bedingungen, denn mit Spitzentemperaturen von über 42°C im Schatten ist die Veranstaltung inzwischen als „Ritt durch die Dübener Wüste“ in die Memoiren eingegangen. Dem hervorragenden Wasser-Management des Veranstalterteams um Gudrun Perowicz – Tränk- und Kühlwasser für die Pferde und Getränke für die Zweibeiner an der gesamten Strecke – war es zu verdanken, dass kein Pferd metabolische Probleme bekam und dass auch Reiter und Fahrer fit blieben!

Platz zwei im LDR ging an Carolin Fleischer (Sachsen) und ihre Holsteiner Stute Cantana (13,3 km/h), Platz drei an die Brandenburgerin Mara Schima mit der Araberstute Safiza (12,1 km/h). Bei der langen Fahrprüfung fuhr Cornelia Rüthnick aus dem Brandenburgischen Brück mit ihrem Welsh-Mix Terence auf Platz zwei vor Anette-Marie Schmidt aus Niedersachsen mit dem 107-cm-Shetlandpony Maikäferl von Kaltenberg. Obwohl der 19jährige Traber Picaro von Edgar Stierholz die Prüfung wegen einer Taktunreinheit im Gang nicht beenden durfte, war man sehr froh, den Deutschen Meister der Distanzfahrer 2009 und 2011 nach langer Krankheitspause wieder an Start zu sehen!Landesmeisterschaften der Reiter und Fahrer.Landesmeisterschaften der Reiter und Fahrer.

Als einzige Starterin wagte sich Agnes Thieme mit ihrem Appaloosa Grisu an die Mehrtages-Distanz über 111 km und bestritt den Ritt – somit auch siegreich – in der Wertung.

Den MDR sicherte sich Gerun Golde mit ihrer Englischen Vollblutstute Mandy in 04:37:00 h (14,7 km/h) vor Tina Kaiser mit Silbermond (05:01:00 h) und Pauline Radtke mit Grammy (05:46:00 h).

Am Sonntag wurden bei gemäßigteren Temperaturen noch ein Einführungsritt und ein KDR ausgetragen. Letzteren konnte der Dresdener Torsten Menze mit dem 6jährigen Vollblutaraber Kaas al Khalediah in flotten 16,3 km/h gewinnen.

Miriam Lewin

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