Distanzsport in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Distanzwettbewerbe sind rar gesät in dieser Saison in Berlin Brandenburg. Bis auf die Teams Zernikow & Britz, die am 28. September gemeinsam „Wald Land Fluss – Reiten verbindet“ veranstalten werden, tauchen im Grunde nur das „Mut zur Strecke“-Team und das Gestüt Elchniederung in der Veranstalterliste auf. Hier ist es Jana Scheffel, die die Veranstaltungen als Organisatorin und Tierärztin zwar nicht vollkommen im Alleingang, doch aber zu beträchtlichen Teilen selbst stemmt. Die am 20. Juli als Kartenritt ausgeschriebene Strecke war einfach zu reiten und dank einiger gut platzierter Streckenposten auch ohne GPs-Gerät oder Kartenwissen gut zu finden. Allerdings verlangten die schweren Sandböden, die in diesem Jahr mangels Regen noch tiefer geworden sind als in der letzten Saison, den Pferden einiges an Kondition ab und waren nicht zu unterschätzen. Ein Einführungsritt über 25 km und ein kurzer Ritt über 41 km waren ausgeschrieben. Letzterer wurde von Elaine Kühlmann mit Avec Moi und Friederike Schwarz mit Mona Lisa mit 14,1 km/h in 2:54:00 h gewonnen. Beide Reiterinnen kommen aus Sachsen und waren mit Deutschen Sportpferden unterwegs. Den dritten Platz teilten sich mit vier Minuten Rückstand Loretta Menck mit der nur 1,30 cm großen Figliatertia du Caron, Rilana Sansour mit dem Traber Kazaam und Uwe Schiller mit seinem Vollblüter Sharivar.

Wer die Herausforderung auf längeren Strecken suchte, konnte am ersten August-Wochenende nach Düben zum Ranchritt bei Gudrun Perowicz reisen. Ein Dreiergespann teilte sich den Sieg im LDR über 86 km in 12,7 km/h, nämlich die aktuelle Berlin-Brandenburger Meisterin Karina Starost mit ihrer Warmblutstute Daytona sowie Lena Bollinger
und Wencke Herrmann, die mit Ali FR ox und Walpurgis al Haria ox beide ihre Nachwuchspferde gesattelt hatten.
Vor dem Sulky konnte sich der Welsh-Cob-Mix Wallach Terence mit der Landes-Fahrermeisterin Cornelia Rüthnick an den Leinen in 10,8 km/h gegen Ingo Kleinfeld mit dem legendären 23jährigen Fjordpferd Holger Loki behaupten (9,0 km/h).

Auch ein Mehrtagesritt über 111 km wurde angeboten. Diesen beendete Anika Sachse mit ihrer Warmblutstute Chantal erfolgreich in der Wertung.

Über die mittlere Distanz von 68 km siegten Mutter Alexandra und Tochter Maria Hanssen mit Haara und Habibti in 16,3 km/h. Mit Maria Hanssen war somit auch die diesjährige Berlin-Brandenburger Landesjugendmeisterin in Düben am Start. Platz drei ging an Torsten Menze mit Kaas al Khalediah vor Jenny Stemmler, die ihren erst 6jährigen Dionysos d’Aurieres behutsam für den großen Sport aufbaut.

Auf der kurzen Strecke sah man Uwe Schiller mit seinem Sharivar und Rilana Sansour, die diesmal ihre Traberstute Gretna Green gesattelt hatte, ganz oben auf dem Treppchen. Mit 17,1 km/h hatten sie einen beachtlichen Vorsprung vor der Drittplatzierten Martina Baumann mit Hamdani Mishal (13,3 km/h) herausgeritten.

Last but not least seinen die Kleinsten genannt: der Sieger der der kurzen Fahrt über 43 km, Anton, gefahren von Michaela Rüthnick, hat 114 cm Stockmaß, die beiden Zweitplatzierten Unessa (mit Alexandra Simchen) und Ulsanda (mit Jörg Schmidt) messen ganze 100 cm.

Gut angenommen würden auch Einführungsritt und -fahrt, wobei man hier mit Edgar Stierholz sogar Fahrerprominenz mit 5jährigem Nachwuchspferd (Melodie, DRP) beobachten konnte.

Miriam Lewin

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