Distanzritt Britz-Zernikow

Wald Land Fluss – Reiten verbindet

… unter diesem Motto hatten sich zwei Distanz-Veranstalter aus Britz und Zernikow zusammengefunden, um einen gemeinsamen Ritt ins Leben zu rufen, der nicht nur Landschaften, sondern auch Pferdesportler untereinander verbinden sollte, ebenso wie natürlich Pferd und Reiter. „Back to the roots“, Distanzsport als Entschleunigung, ein Kontrapunkt zu den Wüstenrennen, die diesem Sport in den vergangenen Jahren einen immensen Imageschaden zugefügt haben. Von B(ritz) nach Z(ernikow) führte die als Kartenritt ausgeschriebene Strecke vom Barnim, durch die Schorfheide in die Obere Havelniederung, mitten durch die Wald- und Gewässerreiche Landschaft Nord-Brandenburgs und damit auf den idyllischsten Wegen, die das Bundesland zu bieten hat. Die Gesamtlänge betrug 89 km, die bei Kilometer 66 in der Wertung beendet werden konnten. Darüber hinaus war ein MDR über 66 km ausgeschrieben. Logistisch war die Veranstaltung vor allem für die Crews eine Herausforderung, da die Reiter mit dem gesamten Gespann begleitet werden mussten. Doch hatten die Veranstalter die Pausenpunkte so eingerichtet, dass kein großes Rangieren notwendig und reibungslose Abläufe gewährleistet waren. Fast perfekt, wenn nur noch Petrus an diesem letzten September-Wochenende mitgespielt hätte. Doch der hielt sich nicht an den Wetterbericht und sorgte mit einigen heftigen Wolkenbrüchen dafür, dass aus der mehr als Wanderritt angedachten Veranstaltung doch eine sportliche Herausforderung für Mensch und Tier wurde. Daher entschlossen sich auch sechs der fünfzehn Starter des LDR dafür, den Ritt bei 66 km zu beenden, acht kamen ins Ziel, ein Pferd wurde zurückgezogen. Die siegreiche Troika, bestehend aus Rilana Sansour mit Gretna Green (Konditionspreis), Karina Starost mit Daytona und Katharina Gericke mit C’est la Vie legte die Strecke in 12,5 km/h und einer reinen Reitzeit von 07:05:00 h zurück. Die Schnellsten über 66 km waren Susanne Resnitschek mit Lajana und Nicole Bernhardt mit Mi Corazon (11,2 km/h).

Die Gemütlichkeit, die auf der Strecke aufgrund des Wetters nicht aufgekommen war, fand sich schlussendlich am Abend des Ritttages in der Scheune von Gerlind Groß in Zernikow bei vegetarischem Gulasch und heißem Punsch doch noch ein.

Miriam Lewin

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