Kategorie: Allgemein

Schildbürger Distanz in Sachsen

Letzte Vorbereitung zur DM in Neustadt (Dosse)

Alles andere als ein (sprichwörtlich gewordener) Streich der Bewohner des Austragungsortes wurde die 4. Schildbürgerdistanz am 1.-Mai-Wochende in Schilda, nahe Torgau, im Nordzipfel Sachsens, dicht an der Grenze zu Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Da der am letzten April-Wochenende etablierte Rüdnitzer Distanzritt in diesem Jahr abgesagt worden war, pilgerten viele Reiter aus den benachbarten Bundesländern nach Sachsen. Für das Rekord-Nennungsergebnis von 112 Pferden bedankten sich die Veranstalter mit einem toll organisierten Event auf dem und um das Gelände der Pferdesportarena Schildau herum. Allein 40 Sport- und Freizeitreiter sowie -fahrer nahmen das Angebot der nach Leistungsklassen gewerteten Einführungsprüfung über 31 km wahr, 23 Pferde waren auf dem KDR über 55 km unterwegs. Auf allen Strecken gab es nur sehr geringe Ausfallquoten.

Interessant besetzt waren die längeren Wettbewerbe über 69, 80 und 94 km sowie der Mehrtagesritt über 110 km (69 + 41 km). Hier siegten drei sächsische Reiterinnen – Friederike Schwarz mit der Warmblutstute Mona Lisa, Anne Koch mit Bonitah ox und Carolina Fleischer mit der Holsteiner Stute Catana – sowie die Brandenburgische Landesmeisterin von 2013 und 2014, Andrea Herlt mit CD Zenith ox gemeinsam vor dem in Brandenburg ebenfalls bestens bekannt Vollblutaraberhengst Jilfan Assalaam unter Anna Knierim.

Den LDR entschieden die Deutsche Jugendmeisterin von 2010 und 2014 Clara Haug aus Waren (MVP) mit ihrem derzeitigen Championatspferd Shakiraah ox und Anne Kaeselitz aus Sachsen mit Abrexina (Deutsches Reitpony) in 07:01.00 h für sich vor Gundula Bath (Brandenburg) mit ihrem Traber Doubletime und dem sächsischen Landesmeister von 2015, Axel Baldauf mit seinem Arabermix Shayan in 07:52:00 h.

Der nur mit zwei Startern besetzte MDR über 80 km blieb in Sachsen, bei Luisa Höer mit dem Araber Le Pars und Veit Koppe mit seinem selbst gezogenen Trakehner Filou Rouge in 04:57:00 h.

Über 69 km Siegte Elaine Kühlmann (Sachsen) mit dem Warmblüter Avec Moi in 04:35:00 h knapp vor den beiden Brandenburger Starterinnen Kristina und Nicole Gust mit Faa Sharima und Honestly Diamant.

Viele der Teilnehmer wird man mit Sicherheit am 24. Juni in Neustadt (Dosse) wiedersehen. Auf dem Gelände des Brandenburgischen Landgestüts werden dann die Deutschen Meisterschaften und Jugendmeisterschaften im Distanzreiten ausgetragen sowie hochkarätige internationale Wettbewerbe bis hin CEI3* über 160 km. Starter aus ganz Europa werden erwartet. Aber auch Reiter aus der Region können sich bei nationalen Begleitritten von 50 bis 120 km messen. Besonders gespannt dürfen wir jedoch sein, welche Namen sich auf den Starterlisten der DM finden lassen werden. Wenn Shakiraah und Mona Lisa fit und gesund bleiben, dürften die nunmehr 22jährige Clara Haug und Friederike Schwarz gesetzt sein …

Miriam Lewin

Märkisch Buchholz 2017

Klein und Groß und kunterbunt

Vielfalt zeichnete den Saisonstart am zweiten Aprilwochenende in Märkisch Buchholz aus. Großpferde, Kleinpferde, Ponys aller Coleur starteten in Reit- und Fahrprüfungen und das nicht allein im Distanzsport, sondern auch bei WBO-Wettbewerben sowie in Dressur- und Springprüfungen der Kl. E und A, gekrönt vom Preis der e.dis AG, der an Renee Luisa Fellner vom Ländlichen RV Lichtenrade mit Navajo ging. Auch der Kreismeistertitel im Distanzreiten war ausgeschrieben. Er wurde an Anne-Kathrin Melles (RV Kagel) mit Pagur ox vergeben, die beim 82-km-Ritt mit 12,5 km/h Platz drei belegt hatten. Der im Gestüt Elchniedrung aufgestellte, gekörte VA-Hengst ist u.a. vom ZfDP und Trakehner Verband anerkannt. Mit 15,1 km/h war die Dresdnerin Friederike Schwarz mit ihrer Warmblutstute Mona Lisa die schnellste über 82 km, wobei sie die Chance genutzt hatte, vom MDR aufzusteigen. Die eigentliche LDR-Wertung gewannen die Berlinerin Valentina Scholz und die Dresdnerin Anne Koch mit Tariq ox und Bonitah ox in 13,7 km/h. Gefahren wurde die lange Strecke in 10,4 von Judith Schillmann (Bernau) mit den Fjordpferden Holger Loki und Aaron im Zweispänner. Der vielseitige, unverwüstliche, mittlerweile 21jährige Holger Loki hatte sich mit 1.174 Jahreskilometern in der letzten Saison den Titel „Aktivstes Pferd“ der Region Berlin-Brandenburg gesichert.

Aus Niedersachsen war die Siegerin über 69 km, Michaela Kosel, angereist, die den MDR als Qualifikationsritt für ihren Hengst MK Shadow ox (15,7 km/h) in Hinsicht auf FEI-Ritte und Hengstleistungsprüfung benötigte. Platz zwei und drei gingen wiederum nach Sachsen, an Carolin Fleischer mit der Holsteiner Stute Cantana und Claudia Hoyer mit dem Partbred Araber Le Pars.

Insgesamt waren vier kurze Distanzprüfungen über 49 km ausgeschrieben. Die schnellste Zeit lieferte hier am Sonntag mit 03:36:00 h der 9jährige VA-Hengst Hardi di Pegaso unter Valentina Scholz ab. Tags zuvor hatten Renan Borowicz und Beatrice Danelski mit ihren Araberwallachen GB Aslan Jamil und Ge Daquan den KDR in 03:37:00 h absolviert. Schnellste 49-km-Fahrerin war Anne-Marie Schmidt mit dem 100 cm großen PB Shetty Ulsanda in 05:30:00 h, knappp vor Michaela Rüthnick mit dem 14 cm größeren Anton in 05:31:00 h. Ingo Kleinfeld fuhr Fjordi Lasse am nächsten Tag in 05:37:00 h über den Kurs.

Insgesamt 40 Starter gingen auf die 28-km-Distanz, wovon 37 die Einführungsprüfung in der Wertung beenden konnten.

Miriam Lewin

Distanzritt Stechliner Forst

Einen guten Ruf hat sich der Distanzritt Stechliner Forst erarbeitet, seitdem Tanja Schröder und ihr Team die Organisation übernommen haben. Austragungsort ist der Reiterhof Kunkel in Dollgow nahe Rheinsberg, eine landschaftlich reizvolle, wenn auch regionaltypisch flache Region im nördlichen Brandenburg. Beim diesjährigen Ritt am 9. Juli gab es zudem noch schönes Wetter. (Ich erinnere mich an einen rechten „Sauwetterrritt“ im Frühjahr vergangenen Jahres. – Aber auch da waren die Reiter des Lobes voll gewesen, denn ein gemütliches Reiterstübchen bot nicht nur Schutz vorm Regen, sondern auch Snack und Heißgetränk.)

Auf dem LDR über 95 km waren sieben Reiter angetreten. Den Sieg sicherte sich die Ex-Landesmeisterin aus 2015, Birgit Kurek mit ihrem 17jährigen Hamdani Ashhira ox, gemeinsam mit dem bemerkenswert konstant laufenden kleinen 15jährigen Rapphengst Jilfan Assalaam ox von Julian Knierim.

Ein besonders schönes Bild gab es, als beim MDR über 65 km sechs Reiter gemeinsam als Sieger die Ziellinie überquerten. Sven Lüdeke mit Eros, Anne Koch mit Bonitah und Axel Baldauf (der sächsischen Landesmeister 2015) mit Shayan repräsentierten dabei eine starke Fraktion aus Sachsen, während Rilana Sansour mit Kazaam, Annette Seidel mit Assada und Hans-Joachim Rühlemann mit Corista die Berlin-Brandenburger Ehre verteidigten.

Insgesamt waren 64 Starter auf Ritten und Fahrten von 25 bis 95 Kilometern angetreten. Dabei gab es nur einen einzigen Ausfall und auch sonst nur einen kleinen Wermutstropfen, da einige Einführungs- und Kurzstreckenreiter durch Verreiten unbeabsichtigt abgekürzt hatten und dafür Zeitstrafen kassierten.

Die Veranstaltung hat sich erneut mit Nachdruck als Austragungsort für eine Landesmeisterschaft empfohlen, zumal die Strecken auch für Sulkys geeignet sind, sodass es sich anbieten würde, auch wieder eine LMF auszuschreiben – wenn nicht gar einmal einen noch ambitionierten Fahrwettbewerb.

Miriam Lewin

Erfolgreiche CEI-Veranstaltung in Neustadt (Dosse)

Pressemitteilung

Mit einem Sieg von Manuela Haydn (Auerbach) auf dem 11jährigen Vollblutaraber Pastis endete der CEI2*-Wettbewerb im Rahmen der internationalen Distanzveranstaltung am 25. Juni in Neustadt (Dosse). Die Reiterin legte die 120 km lange Strecke  in  08:41:11 h (13,8 km/h) zurück. Auf den zweiten Platz ritt Katarszyna Klosek aus Polen in 08:53:25 h (13,5 km/h), deren 9jährige Araberstute Neide von den Tierärzten den Best Kondition Award zuerkannt bekam. Die beiden CEI1*-Wettbewerbe über 100 und 80 km gingen in die Niederlande – an Masja Derks mit Tanimara und Jannat van Wijk mit Venushka Khan. Insgesamt waren 64 Reiter auf Strecken von 40 bis 120 km unterwegs. Erfolgreichste Teilnehmerin aus Berlin-Brandenburg war Julia Bauereiß auf Platz zwei des CEI1* 80 km mit dem Araberhengst Hadi di Pegaso. Nach sintflutartigen Regenfällen am Vorabend fanden die Pferde ideales Geläuf vor. Die Starter passten ihre Reitweise den schwül-heißen Witterungsbedingungen an, sodass die Quote der nicht qualifizierten Teilnehmer niedrig blieb. Die Veranstalterin Dr. Juliette Mallison und der Gastgeber, das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse), waren sich einig, im kommenden Jahr einen CEI3*-Ritt über 160 km anzubieten.

Miriam Lewin

Landesmeisterschaft im Distanzreiten

Gut Zernikow als Gastgeber für 70 Pferde

Die diesjährigen Landesmeister im Distanzreiten stehen fest. Endlich gelang es Alexandra Hanssen (Berlin), die seit einigen Jahren hoch ambitioniert unterwegs ist, den Titel zu erreiten – und zwar mit ihrer 12jährigen Partbred-Araberstute Haara. Als einziges Paar aus Berlin-Brandenburg bewältigten die beiden bei schwüler Gewitterstimmung die Gesamtstrecke von 120 km in einer moderaten Durchschnittsgeschwindigkeit von 13 km/h. Bis ins Ziel wurden sie von Anne Kaeselitz aus dem sächsischen Großwoltersdorf begleitet, die mit Ihrer Reitponsstute Abrexa als einzige die Gesamtstrecke durchgehalten hatte. Nach einem gleichermaßen ambitionierten wie fröhlichen Finish, auf das sich beide Teilnehmerinnen kurz vor Schluss geeinigt hatten, trabte Abrexa in der Nachuntersuchung leider nicht mehr taktrein vor und wurde disqualifiziert, eine bittere, aber unanfechtbare Tierarztentscheidung. Dennoch hatten die Gäste aus Sachsen entscheidend mitgeholfen die Landesmeisterin auf den letzten Kilometern zu motivieren. Insgesamt acht Teilnehmer waren in dieser Prüfung an den Start gegangen, davon fünf aus Brandeburg.

Den Vizemeistertitel erritt Mara Schima (Schönwalde-Glien), die mit ihrem 16jährigen Vollblutaraber Aman bei 84 km in der Wertung beendete. Auf Platz drei der Gesamtwertung kam Friederike Schwarz aus dem sächsischen Borlas mit Mona Lisa vor der Titelverteidigerin Birgit Kurek (Berlin) mit Hamdani Ashira, die ebenfalls bei 84 km in der Wertung abschloss.

Den Jugendmeistertitel erritt in etwas flotteren 13,74 km/h Sina-Louise Matzdorf (Stahnsdorf) mit dem bereits 23jährigen Arabermix Kiasso. Vize-Jugendmeisterin wurde 14 min dahinter Nicole Gust (Teltow) mit ihrem 13jährigen Traber Honestly Diamant vor Lena Engel (Potsdam) mit Catalano ox. Die inzwischen dem Jugendlager entwachsene Alexandra Lege als Sachsen-Anhalt meisterte als einzige Seniorin mit ihrem Warmblüter Baldo den LDR über 93 km ebenfalls erfolgreich in der Wertung. Großes Pech hatte die Ex-Jugendmeisterin Maria Lippert (Wustermark), die sogar knapp vor der späteren Vizemeisterin Nicole Gust über die Ziellinie gekommen war. Doch auch für ihren Al Mashhar Azim gaben die Tierärzte in der Nachuntersuchung dann leider kein grünes Licht.

Erfolgreiche Mütter und starke Töchtern prägten auch diesmal den Charakter des Sports. Wir erinnern uns an Andrea Herlt und Stella Naumann (geborene Herlt), die 2013 und 2014 gemeinsam, mit- und gegeneinander bei zwei Landesmeisterschaften antraten (wobei jeweils Andrea Herlt die Nase vorn hatte und den Titel gewann). In diesem Jahr ritt Sina-Louise Matzdorf mit Kiasso – dessen kunterbuntes Pedigree von Araber über Warmblut bis Haflinger alles zu bieten hat – das Pferd, mit dem bereits ihre Mutter im Jahre 2006 Landesmeisterin und im Jahr darauf Vizemeisterin geworden war. Mit Haara, der selbst gezogenen Partbred-Araberstute der diesjährigen Landesmeisterin Alexandra Hanssen, hatte sich eigentlich auch Tochter Maria für die Landes-Jugendmeisterschaft qualifiziert. Ihre Teilnahme scheiterte jedoch am Mindestalter für die Startberechtigung. Da es hierfür keine Bestimmung im VDD-Reglement gibt, lag die Festlegung der Altersgrenze im Ermessen des Veranstalters. Sicherheitsbedenken sind natürlich immer nachvollziehbar. Aber sollte nicht dennoch im Sinne der Jugendförderung entschieden werden? Wie können Jugendliche im Alter von 14 Jahren „plötzlich“ auf internationalem Parkett bestehen und sich später gegen gleichaltrige Konkurrenz behaupten, wenn sie keine Chance erhalten, sich zuvor auf nationaler Ebene, bei regionalen Meisterschaften entsprechend auszuprobieren und sportliches Know-How zu erlernen?

Positiv zu vermerken war generell, dass der Wettbewerb in diesem Jahr regen Zuspruch bei den Jugendlichen gefunden hatte. Von neun genannten Pferden gingen acht Teilnehmer an den Start.

Gut ausgebuchte mittlere und kurze Wettbewerbe sowie ein Einführungsritt und Distanzfahrten komplettierten das Rahmenprogramm dieser Meisterschaften, die auf dem Gutshof Zernikow ein repräsentatives Ambiente gefunden hatten.

Miriam Lewin

Beliebtes Rüdnitz

Distanzritt in den Mai

Von jeher war die Veranstaltung in Rüdnitz, die traditionell um den 1. Mai herum stattfindet, sowohl ein beliebter später Saisonauftakt für viele Distanzsportler als auch ein schöner „Schnupperritt“ für Ein- und Umsteiger. Die Ambitionierten hatten die 83 km in Angriff genommen. Gewonnen wurde der LDR von Andrea Herlt, die mit dem Pferd ihrer Tochter, der 11j. Araberstute Asdiqua bint el Asaran am Start war, von Alexandra Lege mit ihrem bewährten 16j. Warmblüter Baldo und von der jungen Maria Hanssen – diesmal allein unterwegs – auf ihrer 12j. Partbred Araberstute Haara. Sie bewältigten die Strecke mit 11,2 km/h in 07:23:00 h. Sehr prominent im Starterfeld auch das unverwüstliche Langstrecken-Fjordi Holger, diesmal erfolgreich unter der Schwester der Besitzerin Judith Schillmann, Christa Luise, unterwegs. Den diesmal schwach besetzten KDR gewann Viviane Paßow mit ihrem 9jährigen Traber Coplain Picard in 04:50:00 (11,4 km/h).

Sein Debüt als Distanzpferd gab im mit 39 Startern gut besuchten Einführungsritt der 10j. Vollblüter Readyspice. Der einst bei Roland Dzubasz in Hoppegarten trainierte Galopper hatte vor 2 Jahren ein neues Zuhause bei Uwe Schiller und Rilana Sansour gefunden.

Miriam Lewin

Märkisch-Buchholz empfängt Langstreckenreiter

Distanzritte und Rittigkeitsprüfungen

Früh im Jahr, bereits am letzten Februar-Wochenende, läuteten die Berlin-Brandenburger Distanzreiter ihre Saison in Ützdorf ein. Wer hier schon richtig mitmischen wollte, musste den ganzen Winter über trainiert haben. So legten dann auch nur Michaela Wilczek und ihr nunmehr 13jähriger Brandenburger Wallach C’est la Vie die gesamten 122 km des 2-Tages-Rittes zurück und zeigten sich damit gleich zu Jahresbeginn bereits wieder hoch ambitioniert. Für beide war dies der erste „Saisonstreich“ vor einem DOKR-Lehrgang in Dankerode (Harz) Ende April mit dem ehemaligen französischen, später (2011-2013) deutschen Nationaltrainer Jean Louis Leclerc.

Währenddessen nahm am 9. April die Distanzsaison auch in Märkisch Buchholz allmählich Fahrt auf. Den ersten, noch schwach besetzten LDR des Jahres sicherte sich Wencke Herrmann (ehemals Schubert) mit ihrem 12jährigen Vollblutaraber-Wallach Galaan in 05:44:00 h (14,3 km/h). Nach einer Verletzungspause des Pferdes will das Paar noch einmal voll durchstarten und hat sich – wenn alles gut geht – in diesem Jahr den ersten 2-Sterne-CEI vorgenommen. Auf Platz zwei kam Anna Assemacher mit der 10jährigen Gharibelle bint Nuri in 06:26:00 (12,75 km/h). Ebenfalls 82 km legte Alex Baldauf als Aufsteiger vom MDR mit seinem bereits vielfach erprobten Shayan zurück und war dabei in 05:29:00 h, mit fast 15 km/h sogar noch schneller als die Siegerin des eigentlichen LDR. („Aufsteiger“ bedeutet, dass der Reiter ursprünglich nur für den MDR über 65 km genannt hatte und sich während des Rittes für die Verlängerung auf 82 km entschied, da die Ausschreibung dies zuließ.) Auch Kathrin Krause mit dem Lewitzermix Odin verlängerte von 65 auf 82 km und bewältigte die Strecke in 05:55:00 h (13,9 km/h) – immer noch schneller als die Zweite des LDR.

Auf der mittleren Strecke über siegte sehr souverän (in gewohnter Weise, möchte man beinahe schon schreiben) Friederike schwarz aus Borlas/Sachsen mit ihrer Warmblutstute Mona Lisa in schnellen 04:17:00 h (16,1 km/h). Zweite wurde Luise Speerschneider (Riesa/Sachsen), die mit dem 12jährigen Arabermix Pasha-Farid gemeinsam mit Axel Baldauf auf die Strecke gegangen war, den Ritt aber „planmäßig“ bei 65 km beendete. Platz drei in dieser Prüfung teilten sich Renan Borowicz mit Aslan Jamil, Maria Hanssen mit Haara und Luisa Höer mit Le Pars in 04:47:00 h (14,4 km/h).

Geritten und gefahren wurden die 49 km des KDR. Unterm Sattel siegte Honestly Diamant unter Nicole Gust vor Habibti unter Alexandra Hanssen und Eros unter Sven Lüdeke sowie Bonitah unter Anne Bochmann, beide auf Platz drei. Shetty Anton legte die Strecke mit Michaela Rüthnick an den Leinen vorm Sulky zurück, ebenso wie Falko und Gwydion Harlekin im Zweispänner mit Cornelia Rüthnik. Geritten und gefahren wurde auch die Einführungstrecke über 29 km, wobei die Shetlandpony-Stute Unessa mit 100 cm Stockmaß die kleinste und Jenny Schwadtkes Trakehner Stute Isola Syrena mit 173 cm die größte vierbeinige Teilnehmerin war. Die im Distanzsport gern gesehene Vielfalt ließ also nicht zu wünschen übrig.

Obwohl die Veranstalterin selbst krankheitsbedingt ausgefallen war, hatte das Team der Pferdeoase alles fest im Griff, und die Prüfungen liefen wie am Schnürchen. Besonders erfreulich war, dass noch einige als WBO-Wettbewerbe ausgeschriebene Rittigkeitsprüfungen das Programm bereicherten.

Miriam Lewin

Zum Saisonende im Distanzsport

Bekannte Gesichter

Die Distanzsaison im Brandenburgischen ist zu Ende. Und auch die letzten Sommerwochen waren noch reichlich mit Veranstaltungen gespickt.

Am 22. August hatten Jannike Lindner und ihr Team wieder ins Ruppiner Land geladen. Die längste Strecke war als MDR über 72 Kilometer ausgeschrieben. Hier ließen sich Rilana Sansour und Uwe Schiller mit ihren beiden Trabern Gretna Green und Kazaam wie schon drei Wochen zuvor beim 60-km-KDR in Neustadt (Dosse) den Sieg in – für das Paar üblicherweise flotten – 12,7 km/h nicht nehmen. Aber auch Alexandra Lege mit Baldo und Svenja Villmann mit Vigo, beide aus Sachsen-Anhalt, waren mit 12,3 km/h nur 11 Minuten langsamer. Hingegen hatten Julia Neumann mit Fjordpferd Holger Loki und Christin Bethge mit der Araberstute Aminah bint Gaibon den KDR als Aufsteigerritt zum MDR genutzt und ebenfalls auf 72 km verlängert. Sie benötigten für die Strecke in 8,8 km/h jedoch über zwei Stunden mehr. Der kurze Distanzritt wurde von Tanja Schröder mit Hoshi und Laura Libera mit Vivaldi siegreich bestritten, vor Hans-Joachim Rühlemann auf Platz drei mit Corista.

Die 111 Kilometer von Kagel unter Regie von Wolfgang Barth wurden traditionell am ersten Septemberwochenende ausgetragen. Hier machte die CEI1*-Siegerin von Neustadt (Dosse) Josefine Schuster mit Raschid erneut auf sich aufmerksam, indem sie sich den Sieg in guten 08:37:00 mit 12,9 km/h sicherte. Platz zwei ging fast anderthalb Stunden später an Tina Rickmeyer mit Mr. Seven.

Beim LDR über 86 km waren Maria und Alexandra Hanssen vorn, wobei Tochter Maria mit ihrer Partbred-Araberstute Haara noch an der Mutter auf Habibti (diese Stute – um weitere Verwirrung zu stiften – wiederum Tochter der Haara) vorbeiflitzte. Mit 05:35:00 h Reitzeit und 15,4 km/h hatten die beiden Reiterinnen ein recht erhebliches Tempo vorgelegt – welches aber auch gefordert war, um die Drittplatzierte Alexandra Lege mit Baldo (15,2 km/h) in Schach zu halten. Damit hatte der 15jährige Warmblüter, der in Sachsen-Anhalt gezogen wurde, innerhalb von zwei Wochen den nächsten flotten und nicht eben kurzen Ritt bestritten. – Doch auch über 55 km sah man wieder die gleichen Gesichter (und Pferde) vorn. Hier ritt Laura Libera mit den erste 8jährigen Vivaldi in 14,9 km/h wiederum zum Sieg, den sie sich diesmal mit Nicole Gust auf Honestly Diamant teilte. Auf Platz drei ritt in dieser Prüfung Juliane Pfeil mit Clabauz knapp vor Franziska Finkel mit dem 22jährigen (!) Zed. (Der Gerechtigkeit halber sei hier auch der Viertplattzierte aus dem 86-km-Ritt noch erwähnt: Kiasso unter Sybill Matzdorf zählt nämlich auch bereits stolze 22 Jahre!).

Schließlich ging es kurz vor Toresschluss zur Bötzow-Distanz auf den Eichenhof Perwenitz, wie immer perfekt organisiert von Renan Borowitz. – Und wieder hatte der Anhaltiner Baldo unter Alexandra Lege über 68 km die Nase vorn – knapp vor Vigo unter Constanze lege. Mit 14,3, bzw. 14, 2 km/h waren die beiden nicht gerade langsam unterwegs gewesen. Bei allem Respekt vor der Leistung vor allem eines Baldo muss – wie auch bei einigen anderen Pferden, deren Namen in diesem Artikel, der sich auf einen Gesamtzeitraum von gerade einmal vier Wochen bezieht, mehrfach fallen – die Frage erlaubt sein, ob etwas mehr Ruhe zwischen den Wettbewerben für die vierbeinigen Athleten auf lange Sicht nicht ratsam wäre.

Auf Platz drei im MDR ritt die Thüringerin Agnes Thieme mit Grisu, die gemeinsam mit ihrer Landsmännin Wenke Löwel und Tibny bint Tuffaha (welche drei Minuten früher gestartet waren und damit Platz 4 belegten) in 13, 4 km/h ins Ziel kamen. Nach Sachsen hingegen ging der Sieg in der Hauptprüfung, dem LDR über 85 km, den sich Friederike Schwarz mit Mona Lisa und Marlen Jackman mit Hope of Nessaja teilten. Während die Deutsche Sportpferdstute Mona Lisa im den Sommer wegen Beschlagsproblemen hatte unfreiwillig pausieren müssen und ihre Saison nun mit einem verdienten Sieg krönte, war die Araberstute Hope of Nessaja bereits eine Woche zuvor bereits in Thüringen über 82 km auf Rang 1 gelaufen. Auch hier hebt sich schulmeisterlich warnend die Frage nach Pausenzeiten zwischen den Starts. Natürlich war dieser Sieg zweifelsohne hoch verdient. Und auch beim KDR lesen sich auf Rang ein bis drei wohl vertraute Namen. Der Sieg ging hier in 17,3 km/h an Haara – die zwei Wochen zuvor in Kagel die 86 km gewonnen hatte – diesmal unter Carola Müller. Auf Platz kam eine Minute darauf Alexandra Hanssen mit Armangac in 17,2 km/h. Auch der Drittplatzierte, Vivaldi, unter Laura Libera hatte in dieser Saison häufig auf den vorderen Rängen im Kurzstreckenbereich mitmischen können.

Noch ein letztes Mal trafen sich vor allem die ruhigeren Kilometersammler unter den (natürlich nicht allein) Brandenburger Distanzreitern vom 25. bis 27. September zum Ritt auf dem Gestütsweg zwischen Neustadt (Dosse) und Redefin, bevor die Saison nunmehr ihr Ende fand.

Miriam Lewin

Distanzsport zurück in Neustadt (Dosse)

Premiere für den CEI im Brandenburger Haupt- und Landgestüt

In den vergangenen Jahren war wiederholt die Frage nach einer Neuauflage des einst so beliebten Distanzrittes in Neustadt (Dosse) aufgekommen – sowohl seitens der Stiftung Neustädter Gestüte als auch seitens vieler Distanzreiter. Als im vergangenen Jahr der Neustädter Landstallmeister Dr. Jürgen Müller a.D. gegenüber VDD-Ehrenpräsidentin Dr. Juliette Mallison die Idee erneut aufbrachte, wurden Nägel mit Köpfen gemacht: Hand in Hand stellten die CEI-erfahrene AG Mitteldeutschlanddistanz und die renommierte Stiftung ein internationales und nationales Event auf die Beine, das am Ende viel lobenden Zuspruch bei allen Teilnehmern fand. Freilich muss das edle, aber zarte Pflänzchen noch ein wenig wachsen, denn nach nicht unerheblichen Spontanabsagen blieben vor allem die nationalen Starterzahlen recht überschaubar, was allerdings der Qualität der Veranstaltung nicht geschadet hat und den Organisatoren umso mehr „Luft“ zum Ausprobieren ließ. Denn Weitermachen will man und Größeres als „nur“ einen 1-Sterne-CEI-Ritt hat man sich durchaus vorgenommen. Zunächst aber war der Erfolg des diesjähriges CEI-Testlaufes einem großartiges Team zu danken, das sich aus erfahrener niedersächsischer Mitarbeit, kompetenter Begleitung seitens der Neustädter Gestüte und engagierter Berlin-Brandenburger Hilfe zusammensetzte.

Mit der Potsdamerin Jenny Stemmler und ihrer 10jährigen Selle Francais-Stute Radja d’Aurabelle war deutsche Distanz-Elite beim CEI1* über 80 km am Start. Das Paar nutzte die Veranstaltung als Aufbau-Ritt für die diesjährige Europameisterschaft am 12. September im slowakischen Samorin. Nachdem die schwedische Teilnehmerin Sara Henriksson sehr unglücklich im Ziel aus der Wertung genommen werden musste, weil ihr Pferd nicht mehr taktrein lief, war dem Brandenburger Paar der Sieg in 15,75 km/h (05:04:35) sicher. – Was den Lokalpatriotismus anging, legte Gundula Bath aus dem benachbarten Kyritz in der nationalen Wertung über 80 km sogar noch einen obendrauf und sorgte mit ihrem Traber Doubletime dafür, dass die Goldschleife in der Region blieb. Nach Niedersachsen, ins Mitveranstalterdomizil sozusagen, ging der erste Platz in der FEI-Jugendwertung, nämlich an Josefin Schuster mit dem 12jährigen Vollblutaraber Raschid in 15,3 km/h (05:14:08). Alle drei CEI- bzw. Mittelstreckensieger wurden darüber hinaus noch mit dem Konditionspreis geehrt.

Die Liebenwalder Kurzstreckenspezialisten Rilana Sansour und Uwe Schiller ließen sich den Sieg über die 60 km in 04:25:01 (13,6 km/h) nicht nehmen und legten mit ihren beiden Traber Kazaam und Gretna Green einmal mehr ein fotogenes (Galopp-)Finish hin.

Von acht Startern im Einführungsritt blieben sieben in der Wertung. Hier sollte die erfolgreiche Bewältigung der Strecke an sich innerhalb der vorgeschriebenen Höchstzeit zählen, unabhängig von Pulswerten, um die 40 Kilometer vor allem auch als Qualifikationsritt attraktiv zu machen. – Überhaupt waren die Streckenlängen mit punktgenau 40, 60 und 80 km unter anderem auch als Angebot auf dem Weg zur Novice Qualifikation für CEI-Erststarter gedacht. Ein LDR, der in diesem Jahr sicher aufgrund der drei Wochen zuvor ausgetragenen Landesmeisterschaft keine Chance auf Zuspruch hatte, wird 2016 auf jeden Fall auch wieder angeboten werden.

Miriam Lewin

Landesmeisterschaft im Distanzreiten im oberhavelländischen Kreuzbruch

Hitzeschlacht im Märkischen sand

Bei dieser Landesmeisterschaft im Distanzreiten im Oberhavelländischen Kreuzbruch sollten die Karten neu gemischt werden, und jeder, der den Wetterbericht gehört hatte, konnte das voraussagen. Nicht der märkische Sand machte den Favoriten diesmal einen Strich durch die Rechnung – denn mit dem hatten sie ja gerechnet– sondern der echte, der aus der Sahara, der mit dem Scirocco über die Alpen kam, zusammen mit einer Hitzewelle nie dagewesener Art! Bis zu 43°C kletterte das Thermometer im Schatten unter dem Dach des Tierarztzeltes. – Wer da morgens – noch ungeachtet der Kenntnis des wahren Ausmaßes der Hitzewelle – vorausgesagt hatte, dass heute die Schnellreiter in Massen ausfallen und nur die bedachtsamen Reiter gewinnen würden, musste kein Wahrsager sein. Schon im Vorfeld manifestierte sich das mit einer nicht unerheblichen Menge von Absagen, vor allem auf den kürzeren Strecken. Aber auch eine Nennung der Landesmeisterschaft wurde quittiert, und vier Starterinnen zogen ihre Pferde im Laufe des Wettkampfes aufgrund der wahrhaft höllischen Temperaturen zurück, darunter auch die amtierende Doppel-Landesmeisterin Andrea Herlt. Von 12 Startern über 123 km blieben am Ende drei in der Wertung. Heike Peglow, die Zweitplatzierte in 13:25:00 h (9,2 km/h) mit Tiramisu, kam zudem aus dem niedersächsischen Ventschau und zählte somit nicht für die Wertung in der LM.

Wacker und beständig – wie üblich, möchte man sagen, und sonst oft erfolgreich, aber kaum einmal vorn mit dabei– zog Birgit Kurek mit ihrem 16jährigen Vollblutaraber-Wallach Hamdani Ashira ihre Runden und passierte – beinahe „unbeabsichtigt“, aber hoch verdient – nach 11:35::00 h reiner Reitzeit in 10,6 km/h um 19:15 Uhr als unangefochtene Landesmeisterin die Ziellinie.

Michaela Wilczek, die als Einzige Berlin-Brandenburgerin noch im Rennen geblieben war, nachdem die letzten beiden Konkurrentinnen Anne Kaeselitz mit der bis dahin noch prima aussehenden Abrexina wegen Lahmheit und Alexandra Hanssen mit der müde wirkenden Haara sich im letzten Gate nicht weiterqualifizieren konnten, hatte eine andere Taktik gewählt. Ihr 12jähriger Warmblüter C’est la Vie litt bereits unter Mittag im 2. Gate (nicht weniger als seine Reiterin) unter der Hitze so gewaltig, dass Michaela Wilczek erwog, den Wettkampf abzubrechen. Kurzerhand verlängerte sie die vorgeschriebene 40-Minuten-Pause auf fast zwei Stunden – was die vorgegebene Höchstzeit mühelos zuließ (die Debatte, wie sinnvoll dies im Rahmen einer Meisterschaft ist, sei hier beiseitegelassen). Jedenfalls war es ihrer klugen Entscheidung zu verdanken, dass „Willi“ die schlimmste Tagesglut im kühlen Stall verbrachte, und das Paar den Wettkampf erst am Abend fortsetzte, als das Thermometer immerhin „schon“ unter die 40°C gefallen war. Kluge Taktik und unerschütterliche Ruhe wurden kurz vor Mitternacht in 15:53:00 h Reitzeit (7,75 km/h), eine halbe Stunde vor Toresschluss, mit dem Vizemeistertitel belohnt.

Bei den Jugendlichen, die über 90 km angetreten waren, sah es lange gut aus für Kathrina Albrecht mit ihrer Bakkara Bint Kora. Doch leider erwischte auch sie es im letzten Gate, 12 km vorm Ziel, mit einer Lahmheit, sodass Maria Lippert und Antonia Fahlbusch aus der Jugendreiterschmiede von Adriana Schröder den Wettkampf unter sich austrugen. Sie waren gemeinsam gestartet, hatten den Ritt wie geplant zusammen absolviert und bogen nach 09:03:00 h (10 km/h) Kopf an Kopf in die Zielgerade ein. Beide Reiterinnen waren clever genug, in der Gluthitze kein langes Finish zu reiten und gaben ihren Pferden erst 100 m vorm Ziel die Köpfe frei. Da verstand dann Maria Lipperts 9jähriger Vollbluaraber Al Mashhar Al Azim den Vorteil seiner langen Beine gegenüber „Penny-Pony“ zu nutzen und verwies Antonia Fahlbuschs 138 cm kleine Lewitzer-Stute um Halslänge auf Platz zwei. Das bedeutete den Jugendmeister-Titel für Maria Lippert ganz knapp vor der ebenbürtigen Vizemeisterin Antonia Fahlbusch. Freudentränen flossen bei beiden, als die Tierärzte bei der Nachuntersuchung das „Daumen-Hoch“ gaben.

Auch für die Senioren war ein LDR über 90 km ausgeschrieben. Nachdem die Stute der vermeintlichen Siegerin Anne Assmacher bedauerlicherweise in der Nachuntersuchung nicht mehr taktrein lief, gingen Sieg und Platz an das Ehepaar Kunze, wobei Detlef Kunze mit der 10jährigen Trakehner Stute Stella seiner Frau Andrea auf Deutschen Sportpferd Quinie in 09:11.00 h (9,8 km/h) galanter Weise den Vortritt ließ.

Auf der mittleren Distanz über 63 km konnte sich Ewald Hurlemann aus Niedersachsen mit seinem Araber Figiel in 04:54:00 h (12,85 km/h) gegen die beiden Zweitplatzierten Axel Baldauf (Sachsen) mit Arabermix Shayan und Eva Renner (Niedersachsen) mit Friesenmix Triésta durchsetzen, wobei gerade dieser 7jährige Wallach bewies, dass auch ein schweres Kaliber sich den Wüsten-Temperaturen gewachsen zeigen konnte.

Recht ausgedünnt zeigte sich auch das Feld der Ankommer beim Einführungsritt, den Gerun Golde in 03:19:00 h (12 km/h) mit ihrer Englischen Vollblutstute Mandy gewann knapp gegen den 22jährigen Araber-Oldie Kiasso unter der jungen Sina Matzdorf gewann, gefolgt auf Platz drei von der ebenfalls mit 22jähren noch top fitten Warmblutstute Grisu unter Ingeborg Heil.

Auf den langen Strecken hatten die drei Siegerpferde jeweils auch in der Transportfreigabe von allen Teilnehmern die beste Figur gemacht und wurden daher als I-Tüpfelchen ebenfalls noch mit dem Konditionspreis geehrt, wobei die Tierarzt-Jury einräumte, dass ihr die Entscheidung zugunsten des einen oder des anderen Pferdes hier durchaus schwergefallen war.

Miriam Lewin