Distanzritt Britz-Zernikow

Wald Land Fluss – Reiten verbindet

… unter diesem Motto hatten sich zwei Distanz-Veranstalter aus Britz und Zernikow zusammengefunden, um einen gemeinsamen Ritt ins Leben zu rufen, der nicht nur Landschaften, sondern auch Pferdesportler untereinander verbinden sollte, ebenso wie natürlich Pferd und Reiter. „Back to the roots“, Distanzsport als Entschleunigung, ein Kontrapunkt zu den Wüstenrennen, die diesem Sport in den vergangenen Jahren einen immensen Imageschaden zugefügt haben. Von B(ritz) nach Z(ernikow) führte die als Kartenritt ausgeschriebene Strecke vom Barnim, durch die Schorfheide in die Obere Havelniederung, mitten durch die Wald- und Gewässerreiche Landschaft Nord-Brandenburgs und damit auf den idyllischsten Wegen, die das Bundesland zu bieten hat. Die Gesamtlänge betrug 89 km, die bei Kilometer 66 in der Wertung beendet werden konnten. Darüber hinaus war ein MDR über 66 km ausgeschrieben. Logistisch war die Veranstaltung vor allem für die Crews eine Herausforderung, da die Reiter mit dem gesamten Gespann begleitet werden mussten. Doch hatten die Veranstalter die Pausenpunkte so eingerichtet, dass kein großes Rangieren notwendig und reibungslose Abläufe gewährleistet waren. Fast perfekt, wenn nur noch Petrus an diesem letzten September-Wochenende mitgespielt hätte. Doch der hielt sich nicht an den Wetterbericht und sorgte mit einigen heftigen Wolkenbrüchen dafür, dass aus der mehr als Wanderritt angedachten Veranstaltung doch eine sportliche Herausforderung für Mensch und Tier wurde. Daher entschlossen sich auch sechs der fünfzehn Starter des LDR dafür, den Ritt bei 66 km zu beenden, acht kamen ins Ziel, ein Pferd wurde zurückgezogen. Die siegreiche Troika, bestehend aus Rilana Sansour mit Gretna Green (Konditionspreis), Karina Starost mit Daytona und Katharina Gericke mit C’est la Vie legte die Strecke in 12,5 km/h und einer reinen Reitzeit von 07:05:00 h zurück. Die Schnellsten über 66 km waren Susanne Resnitschek mit Lajana und Nicole Bernhardt mit Mi Corazon (11,2 km/h).

Die Gemütlichkeit, die auf der Strecke aufgrund des Wetters nicht aufgekommen war, fand sich schlussendlich am Abend des Ritttages in der Scheune von Gerlind Groß in Zernikow bei vegetarischem Gulasch und heißem Punsch doch noch ein.

Miriam Lewin

Distanzsport in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Distanzwettbewerbe sind rar gesät in dieser Saison in Berlin Brandenburg. Bis auf die Teams Zernikow & Britz, die am 28. September gemeinsam „Wald Land Fluss – Reiten verbindet“ veranstalten werden, tauchen im Grunde nur das „Mut zur Strecke“-Team und das Gestüt Elchniederung in der Veranstalterliste auf. Hier ist es Jana Scheffel, die die Veranstaltungen als Organisatorin und Tierärztin zwar nicht vollkommen im Alleingang, doch aber zu beträchtlichen Teilen selbst stemmt. Die am 20. Juli als Kartenritt ausgeschriebene Strecke war einfach zu reiten und dank einiger gut platzierter Streckenposten auch ohne GPs-Gerät oder Kartenwissen gut zu finden. Allerdings verlangten die schweren Sandböden, die in diesem Jahr mangels Regen noch tiefer geworden sind als in der letzten Saison, den Pferden einiges an Kondition ab und waren nicht zu unterschätzen. Ein Einführungsritt über 25 km und ein kurzer Ritt über 41 km waren ausgeschrieben. Letzterer wurde von Elaine Kühlmann mit Avec Moi und Friederike Schwarz mit Mona Lisa mit 14,1 km/h in 2:54:00 h gewonnen. Beide Reiterinnen kommen aus Sachsen und waren mit Deutschen Sportpferden unterwegs. Den dritten Platz teilten sich mit vier Minuten Rückstand Loretta Menck mit der nur 1,30 cm großen Figliatertia du Caron, Rilana Sansour mit dem Traber Kazaam und Uwe Schiller mit seinem Vollblüter Sharivar.

Wer die Herausforderung auf längeren Strecken suchte, konnte am ersten August-Wochenende nach Düben zum Ranchritt bei Gudrun Perowicz reisen. Ein Dreiergespann teilte sich den Sieg im LDR über 86 km in 12,7 km/h, nämlich die aktuelle Berlin-Brandenburger Meisterin Karina Starost mit ihrer Warmblutstute Daytona sowie Lena Bollinger
und Wencke Herrmann, die mit Ali FR ox und Walpurgis al Haria ox beide ihre Nachwuchspferde gesattelt hatten.
Vor dem Sulky konnte sich der Welsh-Cob-Mix Wallach Terence mit der Landes-Fahrermeisterin Cornelia Rüthnick an den Leinen in 10,8 km/h gegen Ingo Kleinfeld mit dem legendären 23jährigen Fjordpferd Holger Loki behaupten (9,0 km/h).

Auch ein Mehrtagesritt über 111 km wurde angeboten. Diesen beendete Anika Sachse mit ihrer Warmblutstute Chantal erfolgreich in der Wertung.

Über die mittlere Distanz von 68 km siegten Mutter Alexandra und Tochter Maria Hanssen mit Haara und Habibti in 16,3 km/h. Mit Maria Hanssen war somit auch die diesjährige Berlin-Brandenburger Landesjugendmeisterin in Düben am Start. Platz drei ging an Torsten Menze mit Kaas al Khalediah vor Jenny Stemmler, die ihren erst 6jährigen Dionysos d’Aurieres behutsam für den großen Sport aufbaut.

Auf der kurzen Strecke sah man Uwe Schiller mit seinem Sharivar und Rilana Sansour, die diesmal ihre Traberstute Gretna Green gesattelt hatte, ganz oben auf dem Treppchen. Mit 17,1 km/h hatten sie einen beachtlichen Vorsprung vor der Drittplatzierten Martina Baumann mit Hamdani Mishal (13,3 km/h) herausgeritten.

Last but not least seinen die Kleinsten genannt: der Sieger der der kurzen Fahrt über 43 km, Anton, gefahren von Michaela Rüthnick, hat 114 cm Stockmaß, die beiden Zweitplatzierten Unessa (mit Alexandra Simchen) und Ulsanda (mit Jörg Schmidt) messen ganze 100 cm.

Gut angenommen würden auch Einführungsritt und -fahrt, wobei man hier mit Edgar Stierholz sogar Fahrerprominenz mit 5jährigem Nachwuchspferd (Melodie, DRP) beobachten konnte.

Miriam Lewin

Landesmeisterschaft Distanzreiten und -fahren

Distanzpferde sprangen zum Sieg

Eher ungewöhnlich gestalteten sich die Zielleinlauffotos bei der Landesmeisterschaft der Distanzreiter Berlin-Brandenburgs in Ruppin am vorletzten Mai-Wochenende. Dann mit einem mächtigen Satz flogen sowohl die Landesmeister – Daytona unter Karina Starost – als auch die Landesjugendmeister – Habibti unter Maria Hanssen – über die gekalkte Ziellinie.

Am Sonnabendmorgen waren elf Senioren auf die 100 km lange Strecke gegangen. Vier Reiterinnen traten über 81 km bei den Junioren an. Am Ende des Tages beendeten acht Senioren und alle Jugendlichen den Ritt in der Wertung.

Die neue Landesmeisterin Karina Starost hat sich mit ihrer 17jährigen Warmblutstute Daytona in den letzten Jahren behutsam an die lange Strecke herangetastet, wobei das Paar sowohl durch Ehrgeiz, aber auch durch Umsicht auf sich aufmerksam machte. Nun wurde das gute Aufbautraining durch den Landesmeistertitel belohnt. Dabei galt es noch bis zum letzten Augenblick um den Sieg zu zittern. Nicht, weil ihre Verfolgerin ihr im Nacken gesessen hätte – die spätere Vizemeisterin Valentina Scholz mit ihrem Vollblutaraberhengst Hadi di Pegaso kam erst 25 min später ins Ziel – sondern weil die fotogene Finish-Galoppade in ungewöhnlicher Mai-Hitze den Puls der Siegerin heraufgejagt hatte. Buchstäblich in letzter Sekunde wurde Daytona innerhalb der vorgeschriebenen 20 min mit 64 Pulsschlägen pro Minute dem Tierarzt vorgestellt. Eine Minute länger gewartet, hätte es Karina Starost Sieg und Wertung gekostet! Wesentlich schneller regenerierte der Vizemeister Hadi de Pegaso und bestätigte den guten Gesamteindruck auch am Folgetag, weshalb die Tierärzte den elfjährigen Hengst mit dem Konditionspreis belohnten.
Die Sieger hatten die Strecke mit 16,9 km/h in 356 min gemeistert, die Vizemeister mit 15,7 km/h in 381 min. Erst nach 452 min (13,3 km/h) kam die Drittplatzierte Jana Weingart mit ihrem Arabermix Pitu ins Ziel. Landestrainerin Michaela Wilczek und Anne Melles teilten sich mit Gold Boy und Le Pars Platz vier vor Doubletime unter Gundula Barth, welche am Sonntag ihr Seahorse für die Fahrermeisterschaft anschirrte.

Beim dritten Anlauf klappte es endlich mit dem Jugendmeistertitel für Maria Hanssen und Habibti. Sie hatte die ersten runden gemeinsam mit Anne-Lena Simms und Safiza bestritten, sich dann aber auf den letzten Kilometern deutlich abgesetzt und siegte mit sechs Minuten Vorsprung auf die Vizemeisterin. Mit ihrer elfjährigen Partbred-Araberstute Habibti hatte sie die 81 km in 358 min (13,6 km/h) zurückgelegt. Anna-Lena Simms und Safiza aus dem Stall von Mara Schima benötigten 364 min (13,4 km/h). Platz drei belegte Safizas Stallgefährte, der bereits 22jährige Araber-Welsh-Mix Beach Boy, unter Patrica Jesske in 390 min (12,5 km/h). Vierte wurde Johanna Siemchen mit dem Fjordpferd Olav. Den Konditionspreis vergaben die Tierärzte in dieser Prüfung an das Siegerpferd Habibti.

Über 66 km wurde am Folgetag die Landesmeisterschaft der Fahrer ausgetragen, und es sah zunächst ganz nach einer erfolgreichen Titelverteidigung von Gundula Barth und Seahorse aus, die auf der letzten Runde einen deutlichen Vorsprung herausgefahren hatte. Doch leider regenerierte der Traber im Ziel nicht in der vorgeschriebenen Zeit. Damit gingen Sieg und Landesmeistertitel an Cornelia Rüthnick mit ihrem elfjährigen Welsh-Cob Gwydion The Harlequin, welche die Strecke in 287 min (13,8 km/h) zurückgelegt hatten. Vizemeister wurde die Schwester der Siegerin Michaela Rüthnick mit Anton in 336 min (11,8 km/h). Judith Schillmann, die am Vortag in der berittenen Prüfung kein Glück gehabt hatte, steuerte ihren Zweispänner in 365 min (10,8 km/h) auf Platz drei. Und auch hier bestach ein Pferde-Senior mit seiner Gesundheit und Leistungsfähigkeit, denn der über Tausende von Distanzkilometern geprüfte Holger-Loki ist bereits 23 Jahre alt. Gemeinsam mit dem alten Hausdegen hatte Judith Schillmann den 8jährigen Lasse angespannt. Auf Platz vier trabte mit Alexandra Siemchen im Sulky die nur 100 cm große Shetlandpony-Stute Unessa.

Bei schönem, aber auch sehr warmem Maiwetter hatten die Teilnehmer gute Bedingungen vorgefunden. Zwei Einführungsritte und ein KDR über 41 km, der von Habibtis Mutter und Stallgefährtin Haara unter Carola Müller gewonnen wurde, rahmten die Meisterschafts-Prüfungen ein.

Miriam Lewin

Dressurlektionen, Frühjahrscheck und Stufentest

Gut vorbereitet gingen die Distanzsportler und vor allem die Kaderreiter in die Saison 2019. Ein Angebot, das einige Langstreckensportler mit großer Begeisterung annahmen, war die Möglichkeit, an mehreren Wochenenden Reitstunden bei Tahani Ibrahim in deren komfortabler Reithalle zu nehmen. Dabei profitierten die Reiter von der Einfühlsamkeit der Dressur-Trainerin, die Pferde dort abzuholen, wo sie waren, und behutsam weiterzuführen, ganz gleich, ob es darum ging, den widerborstigen Traber zum gelassenen Galopp zu bewegen oder bei dem schon fein gerittenen Distanz-Warmblüter einige A-Lektionen aufzufrischen.

Ende Februar unterzogen sich die Kaderpferde einem Frühjahrscheck bei Martin Grell. Der 4-Sterne-FEI-Tierarzt und ehemaliger Mannschaftstierarzt des deutschen Nationalkaders ist nun offiziell zum Kadertierarzt des Landeskaders Berlin-Brandenburg bestellt und wird die Pferde mit einem engmaschigen Monitoring durch die Saison begleiten. Dazu zählte auch ein Anfang März in Schönwalde-Glien durchgeführter Stufentest. Die Pferde werden hierzu mit einem Pulsmessgerät am Sattelgurt ausgestattet, sodass die Reiter vom Sattel aus jederzeit die Pulsfrequenz ihres Pferdes im Auge haben. Anschließend werden die Teilnehmer paarweise mit der Vorgabe, eine bestimmte Pulsrate zu erreichen über eine zuvor festgelegte Strecke (hier 400 m) geschickt und die Zeit gestoppt. Schnell trennt sich da die Spreu vom Weizen oder fit von unfit: Das bereits gut trainierte Pferd wird mit einer geringeren Pulsrate eine weitaus höhere Geschwindigkeit erreichen, während bei einem Pferd mit Trainingsrückstand schon bei niedrigeren Geschwindigkeiten der Puls hochschnellt. Eine Form, diesen Test noch auszuweiten, von der diesmal keinen Gebrauch gemacht wurde, ist die Laktatwertmessung. Dabei wird den Pferden nach jedem Trainingsintervall Blut abgenommen, um über den Laktatwert festzustellen, ob das Pferd noch aeroben Bereich trainiert oder die Schwelle zum anaeroben Bereich bereits überschritten ist, was dann schnell zu Übersäuerung und Erschöpfung führt.

Miriam Lewin

Start in die Distanzsaison 2019

Saisonauftakt für die Distanzreiter in Berlin-Brandenburg: Auf der Reitanlage von Tahani Ibrahim in Schönwalde-Glien hatten Landestrainerin Michaela Wilczek und ihr Team am zweiten Märzwochenende einen „Mut zur Strecke“-Ritt organisiert. Trotz Sturm und Dauerregen war die Veranstaltung mit 90 Teilnehmern bis auf den letzten Startplatz ausgebucht.

Am Samstag wurden ein Einsteigerseminar und zwei Rittigkeitsprüfungen angeboten, in denen die Distanzpferde zeigen konnten, was Gymnastizierung und Winterarbeit im Viereck bewirkt hatten. 16 Starter stellten sich der Herausforderung, wobei ganz besonders der Vollblutaraber Le Pars mit Petra Ziegert punkten konnte, der die Prüfung der Kl. E gewann und in der von Tahani Ibrahims King Lui gewonnen Rittigkeit der Kl. A zweitplatziert war. Den dritten Platz belegte hier die Englische Vollblutstute Kölner Princess unter Rilana Sansour, die am Folgetag gemeinsam mit Schickeria unter Uwe Schiller auch die Hauptprüfung der Veranstaltung, den KDR über 41 km, gewann. Die Sieger legten die einfach zu reitende und gut markierte Strecke in 170 min mit 14,5 km/h zurück. Die Jugendkader-Reiterin Joyce Kunkel mit ihrem Vollblutaraber WR Fareed Najm Noori belegte fünf Minuten dahinter Platz drei. Übrigens zeigte in diesem Wettbewerb auch der dressurfeste Le Pars im vorderen Mittelfeld eine gute Leistung.

29 Reiter waren über die kurze Distanz an den Start gegangen, in den beiden Einführungsritten waren es insgesamt 38 Teilnehmer und noch einmal 11 auf der WBO-„Schnupperdistanz“ über 15 km.

Miriam Lewin/Rilana Sansour

Distanz-Herbst in Brandenburg

Mit zwei „goldenen“ Herbstritten fand die Distanzsport-Saison in Brandenburg ihren Abschluss, zum einen bei klarem Himmel und Nachtfrost am letzten Septemberwochenende in Zernikow und zum anderen bei erneut sommerlichen Temperaturen und Sonne satt in Ützdorf am 13. Oktober. Beide Veranstaltungen waren (in Zernikow zumindest teilweise) als Kartenritte ohne Markierung ausgeschrieben. Der Vorteil für die Veranstalter liegt dabei auf der Hand, da sich durch den Wegfall der Markierungs- und Demarkierungsarbeiten der Aufwand signifikant reduziert, aber auch mach Waldbesitzer oder Forstbehörde zeigt höhere Genehmigungsbereitschaft, wenn der Wald nicht „ausgeschildert“ wird. Für die Reiter hingegen sind die Zeiten, in denen nur armeegeschulte Kartenleser oder Besitzer teurer GPS-Geräte die Strecke fanden, dank Smartphone und diverser Navigations-Apps längst Vergangenheit. Dennoch erfordert das Reiten ohne Markierung höhere Konzentration und geringeres Tempo – beides durchaus wünschenswerte Nebeneffekte. So war denn auch das Bestreben beider Events, „den Distanzsport als für Pferde und Menschen erfreulichen und angenehmen Sport zu präsentieren“ (Jana Scheffel, Veranstalterin in Ützdorf). Dazu gehörte ebenso die Vorbesprechung unter der Lichterkette im Apfelgarten in Zernikow, dazu gehörte bei beiden Ritten ein breit gefächertes kulinarisches Angebot, dazu gehörte der Wettkampf nach dem uralten Distanzsport-Motto: „Ankommen und gewonnen“ und der Genuss des Reitens in den herbstlichen Wäldern bei zweimal phantastischem Wetter und satter Laubfärbung.
Gerlind Groß hatte in Zernikow einen Mehrtagesritt ausgeschrieben, der aus einer LDR- und einer KDR-Strecke bestand, die beide auch separat geritten werden konnten, dazu gab es noch einen Einführungsritt. Die gesamten 139 km des MTR – und damit siegreich – legte ein Warmblut-berittenes Trio aus Sachsen zurück: Friederike Schwarz mit Mona Lisa, Carolin Fleischer mit Cantana und Elaine Kühlmann mit Avec Moi. Den Sieg im LDR über 84 km sicherte sich in 14,5 km/h Karina Starost mit ihrer Warmblutstute Daytona vor Cornelia Weidlich und Lother Preuß mit ihren Arabern Mesczallah Giseh (VA) und Pitu (PB). Auch im KDR über 55 km lagen mit Apollo unter Jessica Frankus und D’Elfi unter Maxine Zakrzewski zwei Warmblüter auf Platz eins (14,5 km/h) vor Natascha Schlegel mit Buck Kid Pride (14 km/h).

Karina Starost mit Daytona und Natascha Schlegel mit Buck Kid Pride gewannen auch den 61-km-MDR in Ützdorf, diesmal gemeinsam mit Janine Schubert und Giney in 9,8 km/h. Beim prominent besetzten KDR nutzten sechs Reiterinnen die Möglichkeit, nach 41 km auf die mittlere Distanz (61 km) umzunennen und „aufzusteigen“. Mit knapp 11 km/h landeten hier die Jugendmeisterin 2017 Nicole Gust und Kristina Gust mit ihren Trabern Honestly Diamant und Quick Response auf Platz eins. Die Landesmeisterin 2017 Rilana Sansour, diesmal mit ihrer Vollblutstute Kölner Prinzess, Vize-Jugendmeisterin 2017 Julia Neumann, hier mit Höwings Quadro, Jennifer Czernin mit Liberty und die vielfache Landespokalsiegerin Judith Schillmann mit Reichsgräfin teilten sich Platz drei, wobei die Trakehner Stute Reichsgräfin auch noch die vom Gestüt Elchniederung ausgeschriebene Trakehner Wertung gewann.
Gemeinsam mit diesem Quartett hatte die Autorin mit dem Araberhengst Osborne die ersten 41 km zurückgelegt, sich dort aber entschieden, den Ritt als KDR zu beendeten. Damit landete Osborne in dieser Prüfung mit 12,3 km/h auf dem ersten Platz vor Heike Reimann und Sandra Kern mit den Trakehner Stuten Feldmarke und Lilienfee, die sich Rang zwei teilten.

Miriam Lewin

Hippologischer Marathon durchs Ruppiner Land am 11. August

Die Distanzfahrer Berlin Brandeburg haben eine neue Landesmeisterin

Am 11.08 lud die Pferdesportgemeinschaft Ruppiner Land e.V. Distanzfahrer aus Berlin und Brandenburg dazu ein, einen Landesmeister zu ermitteln. Diese Tradition wurde nach einer mehrjährigen Pause mit der Förderung durch den LPBB wieder aufgenommen, um die Vielfalt des Distanzsportes auch im Rahmen einer offiziellen Landesmeisterschaft umfassend abzubilden. Sechs Gespanne hatten sich der Konkurrenz gestellt, darunter zwei Zweispänner. Obwohl es für den achtjährigen Traber Seahorse, den Gundula Bath (Kyritz) angespannt hatte, die erste Distanzfahrt war, überraschte sein Sieg nicht wirklich, denn unterm Sattel hat der Fuchs bereits viele Distanzkilometer erfolgreich absolviert. Umso bemerkenswerter, dass seine Besitzerin sich nun auch über einen Landesmeistertitel freuen kann! Das Gespann siegte in flotten 14,5 km/h in einer reinen Fahrtzeit von 04:33:00 h. Dabei waren die Nächstplatzierten nicht allzu weit entfernt. Judith Schillmann (Bernau), die ihre Norweger mittlerweile auch vierspänning vorstellt, hatte die beiden Siebenjährigen „Fjordies“ Lasse und Aaron angespannt und kam 16 min nach den Siegern als Zweite ins Ziel. Platz drei ging weitere 11 min später an Cornelia Rüthnick (Brück) mit ihrem selbst gezogenen 8jährigen Welsh-Mix Terence. Etwas Pech hatte der Tobias Holle mit der Traberstute Quick Response, der dem Feld anfangs weit vorausgefahren war, dann jedoch falsch abbog und eine Extra-Schleife absolvierte. 41 min nach den Siegern schaffte es der nur 101 cm große und bereits 20 Jahre alte Shetty-Wallach Lukie D mit Annina Beck an den Leinen ins Ziel und wurde für die beste Form unter allen Teilnehmern von den Tierärzten sogar noch mit dem Konditionspreis ausgezeichnet – und das bei seinem Distanz-Debüt! Und auch die beiden Ponys Anton und Stourton Henry, gefahren von Michaela Rüthnick, beendeten den Wettbewerb nur 48 min hinter den Erstplatzierten erfolgreich in der Wertung.

Die Veranstaltung fand auf dem Vereinsgelände des Traktor- und Freizeitvereins in Blankenberg/Wusterhausen (Dosse) statt und wurde bereits zum 6. Mal von den Organisatoren Jannike Lindner und Irina Hochgraef der PSG Ruppiner Land detailliert geplant und umgesetzt. Die Teilnehmeranzahl war begrenzt, um jedem Starter ausreichend Aufmerksamkeit widmen zu können, sodass auch viele Neueinsteiger bei den Begleitwettbewerben die Möglichkeit nutzten, um gut betreut erste Erfahrungen zu sammeln und sich vom „Distanzvirus“ infizieren zu lassen.

Den MDR über 80 km konnte die Braunschweigerin Tanja Elezoni mit ihrem Araber Chatham Park Avalon in 06:11:00 h für sich entscheiden. Platz zwei teilten sich Beatrice Danelski mit Lady Charlott und Michaela Wilczek mit Gold Boy. Der 6jährige Vollblutaraber konnte damit seine Novice Qualifikation für FEI-Ritte erfolgreich ablegen.

Beim MDR über 66 km gingen zeitgleich 10 Teilnehmer auf die Strecke. Susanne Resnitschek mt dem VA-Hengst Osborne und Maxine Zakrzewski mit der DSP-Stute D’Elfi legten die Strecke in 04:35:00 als Sieger zurück. Die 8jährige D’Elfi sicherte sich zudem den Konditionspreis. Platz drei teilten sich Christin Bethge mit Aminah bint Gaibnon und Julia Neumann mit GB Aslan Jamil.

Mit Carsten Pötzsch und Rango konnte ein Lokalmatador aus Tramnitz den ER über 40 km für sich entscheiden. Die 25-km-Fahrt sicherte sich Katja Rother mit dem Kladruber Wallach Generale Syrie. Den Ritt über 25 km gewann Jessica Frankus mit Apollo vor der jüngsten Teilnehmerin, der 11-jährigen Stella Grope auf ihrem nur 120 cm großem Pony Moritz.

Miriam Lewin und Jannike Lindner

Düben am 4. August

Landesmeisterschaften der Reiter und Fahrer in Sachsen-Anhalt

Distanzsportler sind dünn gesät in Sachsen-Anhalt. Daher wäre es im Grunde ausreichend, einen als Landesmeisterschaft ausgeschriebenen Wettbewerb in der Wertung zu beenden, um als einziger Teilnehmer aus eben diesem Bundeland auch den Titel zu kassieren. So leicht machten es sich aber die beiden Landesmeister 2018 Kerstin Michelmann bei den Reitern und Siegfried Lembke bei den Fahrern nicht. Denn beide gewannen auch die als LDR bzw. LDF über 86 km ausgeschriebenen Prüfungen im Rahmen des Dübener Ranchrittes am 4. August. Die reine Reitzeit von Kerstin Michelmann und ihrer Partbred-Araberstute Farha 2 betrug 05:59:00 h (14,4 km/h). Siegfried Lembke war im Sulky seines Trabers Madello sogar noch zwei Minuten schneller und fuhr die Strecke in 05:57:00 h (14,45 km/h). Hinzu kamen erschwerte Bedingungen, denn mit Spitzentemperaturen von über 42°C im Schatten ist die Veranstaltung inzwischen als „Ritt durch die Dübener Wüste“ in die Memoiren eingegangen. Dem hervorragenden Wasser-Management des Veranstalterteams um Gudrun Perowicz – Tränk- und Kühlwasser für die Pferde und Getränke für die Zweibeiner an der gesamten Strecke – war es zu verdanken, dass kein Pferd metabolische Probleme bekam und dass auch Reiter und Fahrer fit blieben!

Platz zwei im LDR ging an Carolin Fleischer (Sachsen) und ihre Holsteiner Stute Cantana (13,3 km/h), Platz drei an die Brandenburgerin Mara Schima mit der Araberstute Safiza (12,1 km/h). Bei der langen Fahrprüfung fuhr Cornelia Rüthnick aus dem Brandenburgischen Brück mit ihrem Welsh-Mix Terence auf Platz zwei vor Anette-Marie Schmidt aus Niedersachsen mit dem 107-cm-Shetlandpony Maikäferl von Kaltenberg. Obwohl der 19jährige Traber Picaro von Edgar Stierholz die Prüfung wegen einer Taktunreinheit im Gang nicht beenden durfte, war man sehr froh, den Deutschen Meister der Distanzfahrer 2009 und 2011 nach langer Krankheitspause wieder an Start zu sehen!Landesmeisterschaften der Reiter und Fahrer.Landesmeisterschaften der Reiter und Fahrer.

Als einzige Starterin wagte sich Agnes Thieme mit ihrem Appaloosa Grisu an die Mehrtages-Distanz über 111 km und bestritt den Ritt – somit auch siegreich – in der Wertung.

Den MDR sicherte sich Gerun Golde mit ihrer Englischen Vollblutstute Mandy in 04:37:00 h (14,7 km/h) vor Tina Kaiser mit Silbermond (05:01:00 h) und Pauline Radtke mit Grammy (05:46:00 h).

Am Sonntag wurden bei gemäßigteren Temperaturen noch ein Einführungsritt und ein KDR ausgetragen. Letzteren konnte der Dresdener Torsten Menze mit dem 6jährigen Vollblutaraber Kaas al Khalediah in flotten 16,3 km/h gewinnen.

Miriam Lewin

Ützdorf am 21. Juli 2018

Landesmeisterschaft im Distanzreiten

Maria Lippert, die Jugendmeisterin aus 2015, ist Landesmeisterin Distanzreiten Berlin-Brandenburg 2018. Birgit Kurek, die 2015 den Titel bei den Senioren errungen hatte, wurde Vizemeisterin. Beide haben seitdem nicht umgesattelt: Maria Lippert ritt ihren nun 11jährigen Vollblutaraber Al Maschhar Al Azim, Birgit Kurek den mittlerweile 19jährigen Vollblutaraber Hamdani Ashhira. Mit einer reinen Reitzeit von 09:55:00 (12,1 km/h) lag die Siegerin vier Minuten vor der Zweitplatzierten. Platz drei belegte weitere zehn Minuten später Franziska Finkel mit der erst 8jährigen VA-Stute Zhaji al Aziz, die sich am Tag nach der Prüfung am fittesten präsentiere und dafür mit dem Konditionspreis ausgezeichnet wurde. Dies waren auch die einzigen drei Teilnehmerinnen, welche die Prüfung über 120 km in voller Länge absolvierten und damit in der Landesmeisterschaft gewertet wurden. Titelverteidigerin Rilana Sansour und Gretna Green beendeten den Ritt bei 60 km vorzeitig in der Wertung. – Das war unter anderem der technisch hoch anspruchsvollen Strecke geschuldet, die das Veranstalter-Team der „Mut-zur-Strecke“-Ritte unter Michaela Wilczek festgelegt hatte. Schon nach der ersten Runde musste die Tierärzte einige Teilnehmer herausfiltern, die den Kurs offenbar wie ein Brandenburger Sand-Flachrennen angegangen waren, und sich plötzlich in einer hügeligen Endmoränenlandschaft mit abwechselnd Wald- und Wiesen-, aber auch tiefen Sand-, Schotter- und Geröllwegen wiederfanden. Das hatte offenbar so mancher unterschätzt! Lahmheiten waren die Folge. Das anfänglich neun Starter starke Feld der Landesmeister-Aspiranten war schnell auf sechs Konkurrenten zusammengeschmolzen. Ganz bitter traf es Ute Wiemer mit ihrem Vollblutaraber Elfamir. Sie konnte sich zunächst Runde für Runde weiterqualifizieren und lieferte sich am Ende ein bejubeltes Finish mit Maria Lippert, wobei Elfamir einige Längen Vorsprung hatte. Das wäre der Titelgewinn gewesen! Doch in der Nachuntersuchung kam das Aus. Die Tierärzte machten es sich nicht leicht. Ein schlechter Wert der Kapillarfüllung war nur das Zünglein an der Waage für den tierärztlichen Dreierentscheid, Elfamir zu eliminieren. Die Enttäuschung der Reiterin war groß, zumal dem Pferd kein desaströs schlechter Zustand anzusehen war. Doch die Summe aller Faktoren ergaben den Gesamteindruck, dass Elfamir zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung keine weiteren 20 km hätte laufen können. Und das zählte – im Sinne des Tierschutzes, der hier konsequent umgesetzt wurde!

Auch die einzige Teilnehmerin der Jugendmeisterschaft über 100 km, Maria Hanssen mit Habibti, hatte kein Glück. Tapfer hatte die 14jährige Reiterin die ersten beiden schweren 32-km-Runden allein absolviert, konnte sich aber im zweiten Stopp nicht weiterqualifizieren.

Von den drei Senioren, die die 100 km in Angriff genommen hatten, beendete allein Jessica Spitzke mit Kotaiba die Prüfung in der Wertung, allerdings auch bereits bei 80 km.

Interessant ist ein Blick in die Ergebnislisten der anderen Begleitprüfungen. So waren beinahe unbemerkt und unauffällig zwei der hochkarätigsten Distanzreiterinnen Deutschlands zu Gast, um in Ützdorf ihre Nachwuchspferde zu qualifizieren. Beim MDR über 80 km sah man die frisch gebackene deutsche Meisterin Clara Haug, hier mit ihrem 6jährigen Youngster Carhim des Aubepines. Der Angloaraber belegte mit 12,3 km/h Platz zwei hinter Karina Starosts Daytona (12,7 km/h) und erhielt zudem den Konditionspreis.

Über 40 km ritt die WM-Teilnehmerin von 2014, Jenny Stemmler, ihren 5jährigen Nachwuchs Dionysos d’Aurieres in die Wertung.

Die Veranstalter hatten die Landesmeisterschaft auch für Starter aus anderen Bundesländern geöffnet, sofern diese eine Mitgliedschaft in einem Brandenburger Reitverein besaßen, wie es auch bei der Wertung für den Landespokal üblich ist. Diese Vorgehensweise war bei den übrigen Teilnehmern nicht ganz unumstritten, hatte jedoch das löbliche Ziel, ein größeres Starterfeld zu schaffen. Nur so war der inzwischen in Sachsen beheimateten „Alt-Brandenburgerin“ Franziska Finkel die Wertung in der LM überhaupt möglich. Und auf diese Art kam auch das Gastspiel der sächsischen Landes-Vizemeisterin Friedrike Schwarz mit Mona Lisa zustande, die jedoch die 120-km-Prüfung bei 60 km in der Wertung beendete.

Der erfolgreichste Sachse des Tages war Sven Lüdeke, der den MDR über 61 km mit seinem Anglo-Araber Eros in 13,8 km/h für sich entschied. Den zweiten Platz teilten sich in 12,45 km/h Gerun Golde mit der Englischen Vollblutstute Mandy und Susanne Resnitschek mit dem erneut beeindruckend entspannten Vollblutaraberhengst Osborne.

Sybill Matzdorf, einst Landesmeisterin und DM-Teilnehmerin, ritt den 8jährigen Nachwuchs Jilfan Ghazi in 12,3 km/h zum Sieg über Boschido unter Uwe Hilbig.

Drei Warmblüter sah man auf den vorderen Plätzen des KDR über 41 km. Gewonnen wurde die Prüfung von DSP Papillon unter Anja Birlem in 12,8 km/h. Platz zwei belegten gemeinsam Maxina Zakrzewski mit D’Elfi und Jessica Francus mit Apollo. Überhaupt waren sowohl in dieser als auch in den anderen Wettbewerben viele großformatige Pferde am Start. Nicht zuletzt hatte auch das gastgebende Trakehner Gestüt „Elchniederung“ den 61-km-MDR gut bestückt und konnte sich schlussendlich über vier Trakehner in der Wertung freuen.

Der zutiefst empfundene Dank des Tages ging aber wohl seitens der Vizemeisterin Birgit Kurek an ihren vierbeinigen Partner. Nur wenige Kilometer vorm Ziel stürzte sie bei einem Ausrutscher des Pferdes aus dem Sattel und trug nicht unerhebliche Gesichtsverletzungen davon, die später ambulant behandelt werden mussten. Hamdani Ashhira jedoch wartete, bis seine Reiterin wieder aufgesessen war, und trug sie dann zu einem sicher ebenso denkwürdigen wie unvergesslichen Vizemeister-Titel.

Miriam Lewin

Stechliner Forst am 30. Juni

Im Vorfeld der Landesmeisterschaft

Durch die Stechliner Forst führte der komplett ausgebuchte Distanzritt am letzten Juni-Wochenende. Dabei diente der MDR über 70 km sicher einigen Aspiranten als letzte Vorbereitung zur Landesmeisterschaft. Der Sieg in dieser Prüfung ging an die 14jährige Maria Hanssen mit ihrer Partbred-Araberstute Habibti. In schnellen 16 km/h kam sie 6 min vor ihrer Mutter Alexandra mit Vollblut Armangac (Platz zwei) und der amtierenden Landesmeisterin Rilana Sansour und Traberstute Gretna Green, die zeitgleich mit Elaine Kühlmann aus Sachsen, auf Platz drei ritt, ins Ziel. Mit Jamie Jäschke auf Platz fünf lag eine weitere ambitionierte Jugendreiterin, jedoch aus Sachsen, mit im vorderen Feld. Interessante Starter, die ihre Pferde hier ebenfalls erfolgreich vorstellten, waren unter anderem Anne-Kathrin Melles mit dem VA-Hengst Pagur, Ex-Landesmeisterin Birgit Kurek mit dem bewährten Hamdani Asshira, die Brandenburger Kilometer-Spitzenreiterin Carla Lakenbrink mit Safiza aus dem Stall von Mara Schima oder das unverwüstliche Paar Maria Liegener & Gaja, um nur einige zu nennen … Qualitativ und quantitativ gut besetzt war auch die kurze Prüfung über 53 km. Der Ritt wurde in 16,2 km/h von Gerun Golde mit der bildschönen Vollblut-Rappstute Mandy gewonnen. Es wäre wünschenswert, wenn sich diese beiden schnellen Kurzstreckenspezialisten nun auch einmal an längere Distanzen wagen würden. Neun Minuten hinter der Siegerin belegte Landestrainerin Michaela Wilczek mit DSP C’est la Vie Platz zwei vor Maria Lippert mit Al Mashar Al Azim und der Landes-Jugendmeisterin 2017 Nicole Gust mit Quick Response, zwei Reiterinnen, die in dieser Saison ins „Senioren“-Lager wechselten. Ein mit 23 Startern ebenfalls stark frequentierter Einführungsritt komplettierte das Prüfungsangebot in Dollgow.

Mit dem Reiterhof Kunkel als Gastgeber und einem wunderbaren Waldwegenetz hat der Distanzritt durch die Stechliner Forst jedes Potenzial für ein Spitzen-Event. Die Brandenburger Distanzsportler würden es begrüßen, wenn die ehrenamtlichen Veranstalter in der kommenden Saison weitere Unterstützung fänden, um auch wieder einen langen Ritt anbieten zu können.

Miriam Lewin